Stücke

UTOPIA - Gesellschaft ohne Kapital?

siehe auch Blog und facebook-Seite

„Ich träume vom Zuhause sein. Von den Parzellen des Paradieses. Davon, dass wir nicht mehr fremd sind in uns selbst. Ich träume vom Wir. Vom wilden Denken. Von einer Schule der Zukunft.” (Marie T. Martin)

mit Elke Bartholomäus, Claudia Braubach, Heidrun Grote, Nikolai Knackmuss, Thomas Krutmann, Karin Leyk, Julia-Lena Lippoldt, Renate Lubowitzki, Kathrin Marder, Christian Marchewka, Veronika Schenk, Ella Sebastian, Iris Then, Annika Wagner, Angelika Wehr, Miriam Weißert, Peter Wienpahl

Texte: Charlotte Luise Fechner, Marie T. Martin
Regie „ein Mann”: Andrea Bleikamp
Dramaturgie: Karoline Bendig
Videoprojektion: Simon Howar
Lichtdesign: Boris Kahnert
Komposition: Peter Land
Produktionsassistenz: Miriam Weißert
Gesamtleitung: Christina Vayhinger

Beiträge zur Ausstellung von Britt Gericke, Charlotte Luise Fechner, Georg v. Westphalen

Beiträge zum Open Space von Frederike Bohr, Elisabeth Pleß, Tomasso Tessitori, Nawid Salimi, Martin Schnick

Spieldauer 120 min.
UA 24.11.2011 Orangerie Köln

Inhalt
„Wenn Sie die Welt so gestalten könnten, wie Sie wollten – wie würde sie aussehen?“ Diese und neun weitere Fragen hat THEATER 1000 HERTZ für sein neues Projekt „Utopia – Gesellschaft ohne Kapital?“ im Frühjahr 2011 über 100 Menschen in unterschiedlichen Kölner Stadtteilen gestellt, aber auch Experten wie dem Schweizer Unternehmer Daniel Häni, dem ehemaligen dm-Chef Götz Werner oder Professor Enste vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. Das bei diesen Gesprächen aufgezeichnete Bild- und Tonmaterial wurde 14 Künstlern aus den Bereichen Medienkunst, Literatur, Tanz, Theater und Musik zur Verfügung gestellt. Die Künstler haben sich, ausgehend von diesem Material, mit dem Thema Utopie auseinandergesetzt und ihren eigenen Beitrag dazu entwickelt. Diese verschiedenen künstlerischen Beiträge wurden in gemeinsamer Probenarbeit zu einem theatralen Abend verbunden, der am 24.11.2011 in der Orangerie Köln uraufgeführt wurde.

Pressestimmen

100 Blicke Richtung Utopia
Thomas Morus entwarf in seinem Roman "Utopia" von 1516 eine idealistische Republik. In ihrer gleichnamigen spartenübergreifenden Performance mit dem Beititel "Gesellschaft ohne Kapital?" erforscht Christina Vayhinger (Leitung und Konzept) vom Theater 1000 Hertz soziale Visionen in der Post-Finanzcrash-Ära. 100 willkürlich ausgewählte Kölner und diverse Experten bekamen in Interviews zehn Fragen nach persönlichen und gesellschaftlichen Werten sowie eigenen Utopien gestellt. Aus der Materialfülle ließen sich 14 Künstler zu Beiträgen inspirieren, die ein 16-köpfiges Ensemble in elf Szenen in der Orangerie am Volksgarten uraufführte.
Das sieht mitunter ähnlich erschlagend aus, wie es sich liest. Ein Sprechchor beschreibt den Ist-Zustand, eine Sopranistin singt Bevölkerungsstatistiken, zwei Tänzerinnen bewegen sich durch ein zwischen den Zuschauern gespanntes Netzwerk. In einer assoziativen Flut werden in über zwei Stunden anregende Ideen und Bilder angespült, Einiges geht aber auch unter. Mehr bleibt bei den Monologen (wie etwa der Bayerin, die zum "subversiven Stricken" auffordert) hängen. Die vielen Köche verderben hier zwar keineswegs den Brei, aber wirklich mehr als ein Zusammentragen von interessanten Zutaten wird nicht daraus. (jdü)